
Südwestlich von Minneapolis im Nicollet County, MN, strömen Schneemobilrennfahrer und Fans zum Swan Lake, um an einem aufregenden jährlichen Rennereignis teilzunehmen. Veranstaltet von der Nicollet County Trail Association, wurden Hunderte von Zuschauern und Rennfahrern an den eisigen See gelockt, um dröhnende Motoren, fliegendes Eis und Streifen in leuchtenden Farben zu erleben, die über das Eis kreischten.
Anders als bei herkömmlichen ovalen Eiskursen dreht sich beim Swan Lake-Event alles um Geschwindigkeit. Die Rennfahrer starten an einem Ende einer 300 Meter langen Strecke, erhalten ein Signal und rasen so schnell wie möglich über das Eis. Am anderen Ende der Strecke steht ein Rennleiter mit einer Radarpistole. Die Höchstgeschwindigkeit jedes Rennfahrers wird als Punktzahl für diesen Lauf aufgezeichnet. Um sicherzustellen, dass es bei den Radarmessungen keine Verwechslungen gab, gingen die Rennfahrer einzeln an die Startlinie. Am Ende jeder Klasse wurden die Punkte mit denen der anderen Rennfahrer verglichen und in 58 Kategorien für unterschiedliche Fahrzeugtypen, Schneemobilleistung, Alter und Zeitspannen unterteilt. Die Gewinner erhielten Trophäen, Platzierungen und das Recht, mit ihren Leistungen zu prahlen. „Ein bisschen prahlen zu können, ist immer hilfreich“, sagt Jamie Lorentz, freiwilliger Helfer bei der Veranstaltung.
Fast 350 Menschen aus der ganzen Region nahmen an den Rennen teil. Der schnellste Schlitten erreichte 235 km/h. Das entspricht einer Fahrt über die Länge eines Fußballfeldes in 1,4 Sekunden. Zuschauer und Rennfahrer kamen aus mehreren umliegenden Staaten, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Es war ein echtes Familienereignis, bei dem niemand ausgeschlossen wurde. Mariah Moeller zum Beispiel ist 9 Jahre alt und brachte ihr Schneemobil auf 61 km/h, womit sie in der Jugendkategorie ganz vorne lag.
Da das wärmere Wetter zu Beginn der Saison das Befahren der Loipen erschwerte, verzeichnete die Veranstaltung laut Steve Jaster, Mitglied des Verbands, einen Besucherrekord. Auch ähnliche Radarläufe in North Dakota und Wisconsin wurden beide wegen des Wetters abgesagt, was ebenfalls dazu beitrug, mehr Rennfahrer zur Veranstaltung zu locken.